Dienstag, 22. Februar 2011

"Der gute Vorsatz ist ein Pferd........

........das oft gesattelt, aber selten geritten wird." Ein altes arabisches Sprichwort - muß heute unbedingt erwähnt werden, wenn nicht ist der Doktor futsch....;-)

Aber mal im Ernst, wie oft schon haben wir uns vorgenommen, in der nächsten, übernächsten in tausend Jahren der Saison wenn ich mal gesund bleibe, viel Zeit habe, die Kinder groß und aus dem Haus sind, der Partner mitzieht, nicht so viel Arbeit und, und, und........

Meist kommt es so wie schon so oft, das tolle Pferd wird gesattelt aber nicht geritten, oder nur so ein bischen, so halb, bis der Gaul denkt was will der Blödian da auf mir eigentlich und schwups schon liegt er/sie im Dreck....!!

Dann geht die Sache von vorne los...aber nächste Saison werde ich....???

Voriges Jahr bin ich über 3000 km gelaufen mit einer 3 monatigen Sommerlaufpause und dachte das ist genug, es reicht - noch einmal den Supermarathon und dann ist Schluss mit den langen Läufen, trete kürzer und spezialisier mich auf die Kurzstrecke. Ab und an 10000m, vielleicht mal einen Halbmarathon und gut ist es. Aber da habe ich mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn so einfach ist das nicht !!

Erstens machen gerade die langen, wirklich langen Läufe am meisten Spass und zweitens setzte sich die Idee mit den 24h so richtig fest, schnell war klar das muß ich tun, es gibt kein zurück. 
Nun komme ich zum Pferdchen zurück, die guten Vorsätze waren schnell gemacht, mehr km sollten es werden, anders und besser wollte ich trainieren, aber auch eine gezielte Regeneration wollte ich einbauen.

Seit dem 4. Dezember nun läuft schon meine Vorbereitung mit sehr hartem Training und einer guten Regeneration. In den knapp 3 Monaten habe ich heute den 1000'sten km voll gemacht.

Zwischendurch gab es einige Tiefpunkte aber auch viele Highlights. Inzwischen ist der 20'er zur kurzen Einheit dekradiert worden, kürzer laufe ich nur noch selten, eher länger.

Ein Punkt war mir aber vom Anfang an bewußt und klar, gibt es irgendwann Probleme, gehen diverse Zipperlein nicht mehr weg höre ich auf, von einem Tag zum anderen. Kann ich, weiß ich, hab ich in anderen Sportarten schon praktiziert und war immer richtig. Auf den Körper hören wenn's Ernst wird, nicht immer einfach !

In knapp 8 Wochen ist mein 24h Lauf am Seilersee, mein Saisonhöhepunkt. Die 6h von Nürnberg und der 100km Lauf in Grünheide/Kienbaum werden mich gut vorbereiten auf den 24'er !!

Danach wird es ruhiger werden bei mir. Regenerieren, Pause machen, kürzer treten. Der lange Kanten am Rennsteig wird eher zum Auslaufen im weitesten Sinne dienen, also keine Bestzeitenambitionen, nein den Rennsteiglauf, meinen Heimatlauf einfach geniessen, mit Freunden gemeinsam laufen und gemeinsam Feiern, so wie es sich gehört für ordentliche Rennsteigläufer !!!

Je nach der Lust und dem Befinden werde ich dann entscheiden ob der Thüringenultra ein Thema für mich wird - aber im Juli ist es meist sehr heiß und ich glaube das brauch und will ich nicht - da verkriech ich mich lieber in die gut temperierten Berge, wo auch immer......

Also denkt daran, nicht nur "Satteln" sondern auch Reiten, ein wilder verwegener Ritt wo und womit auch immer ist immer noch die schönste Sache der Welt...................................;-)

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