Samstag, 19. Februar 2011

Wenn der alte Diesel erstmal warm ist.......

.......dann läuft er lang und stetig !!

Schon genial die Erfindung von Rudolf Diesel. Ganz "Diesellike" war ich heute auf dem Rennsteig unterwegs zu einem langen langsamen Lauf .

Wenn am Samstag früh 5:30 Uhr der Wecker klingelt weiß mein Körper gleich was los ist....der Geist begreift es erst viel später...meist bin ich dann schon auf der Piste.....

Pünktlich 6:30 Uhr starte ich auf der Hohen Sonne in die Dunkelheit. -4°C und fest gefrorener Boden lassen meinen alten Diesel schlecht in die Gänge kommen. Er stottert noch etwas, läuft noch nicht rund. Die Augen fangen an zu Tränen und zur Sicherheit schalte ich mal die Traktionskontrolle ein, denn der Kegel der Stirnlampe lässt blankes Eis aufblitzen. Nicht nur die Pfützen sind fest gefroren sondern auch tlw. ganze Abschnitte sind überfroren.

Versuche auch nicht so viel Drehmoment auf die Piste zu bringen, nicht so einfach bei so einer starken Maschine ;-)) !!

Aber gemäß dem Prinzip vom Rudolf wird es immer besser je wärmer die Maschine wird. Plötzlich läuft alles rund und ich kann mich in mich selbst fallen lassen, ziehe mich zurück in mein tiefstes Inneres.

Kontrolliere zwischendurch immer mal meinen Laufstil, Kopf hoch, machen die Arme noch schön mit, passt die Schrittlänge um danach sofort wieder in mich zurück zu kehren, den Flow zu suchen und auch zu finden, die Sucht will gestillt werden und wird schliesslich auch gestillt. Das gelingt mir aber nur auf meinen ganz langen Läufen !!

Höre dann nur noch dumpf meine Schritte und meinen Atem und sonst nichts, absolute Stille - herrlich, so kurz vor dem Sonnenaufgang ist es oft sehr still im Wald - was für ein Glück hier laufen zu dürfen !! Werde nie verstehen wie man seine Ohren mit Musik zu pflastern kann. Gesteigert wird das ganze noch als später die Vögel mit ihrem Morgenkonzert beginnen - was kann es schöneres geben - da wird die beste Musik niemals ran kommen.....!!!

Nach einer schönen Schleife über den Clausberg laufe ich später Richtung Ruhlaer Häuschen. Am Steilstück läßt mich doch plötzlich die Traktionskontrolle im Stich und zack schon mach ich mich lang, naja bei Blankeis kann das schon mal passieren. Weiche auf den Rand aus wo etwas Schnee liegt. Kurz darauf kehre ich um und laufe mit einer erneuten Schleife die 40 km voll.

Lange Einheiten auf dem Rennsteig sind immer Abwechslungsreich und sind mit vielen Höhenmetern gespickt. Schnell sind heute 781 Hm. auf den 40 km zusammen gekommen. Tut aber gut nicht immer im gleichen Tempo vor sich hin zu trotten.

Zu Hause angekommen ist Sohnemann gerade aus dem Bett gekrochen - na Klasse schön zusammen frühstücken und dann kann der Tag kommen.....!!

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