Sonntag, 21. April 2013

Inselsberg bei Nacht....

....da bin ich um den Schlaf gebracht...;-)

Endlich "läuft" es wieder, der BIMA Ultra von letzter Woche ist nach 3 Tagen auch aus den Beinen raus gelaufen und es war an der Zeit wieder neue Reize zu setzen.
Samstag früh dann ein schneller 22km Lauf mit immerhin 500 Hm um die Speicher zu entleeren.
Nachmittag ein cool down mit Barfuß Laufschuhen.
Einige Stündchen später, genau 2 Uhr in der Nacht verwirrt mich der Wecker anfänglich schon etwas, dauerte etwas ehe ich begriff was los ist, 35km mit 906 Höhenmetern stehen an.
Aber schon nach einigen Minuten spult der Körper sein Programm ab, Kaffee und ein Scheibchen Brot, nebenbei präparieren, tapen, schmieren, Tee kochen, Laufrucksack packen und und und.
Das ist der eigentliche Sinn der Sache, den Körper daran gewöhnen, das Laufen ist dann die Kür, die Pflicht muß vorher gemacht werden. Auch beim Bergsteigen gehen wir meist noch früher los, aber auch hier ist es ein Trainingsprozeß und es muß trainiert werden um es bei Bedarf abrufen zu können. "Nur" Laufen allein reicht nicht aus.

Genau 2:58 Uhr stehe ich mit mit meiner hell leuchtenden Stirnlampe auf der Hohen Sonne und starte gen Inselsberg immer den schönen Rennsteig entlang.
Es ist frisch, schätze mal 2-3 °C. Einige Sterne sind zu sehen, ansonsten ist stockfinster und sehr still im Wald. Es dauert lange ehe ich meinen Rythmus finde. 2 Rehe fliehen ängstlich in den Wald nachdem sie mich eine Weile gemustert haben.
Nach 12km "zünde" ich das erste Gel, oh mein Gott, das war grenzwertig und ich war froh das der Magen es behalten hat.
Kurz vor dem Dreiherrenstein rieche ich die Hirsche schon bevor ich sie sehen kann, dann schauen mich ca. 10 Augenpaare aus gut 50m Entfernung an. Hier und da raschelt mal was im Gebüsch, sehe ich Augen leuchten im Schein der Lampe.
Etwas später sehe ich das erste Mal den Antennenmast des Inselsberg, nun ist es nicht mehr weit.
Genau 5 Uhr fängt es an zu dämmern und genau um 5: 26 Uhr singen mir die ersten Vögel ein Ständchen.
6:14 Uhr geht die Sonne auf und es ist wie immer ein Genuss live dabei zu sein.
Die letzten 10 km fallen mir nun schwer,bekomme den Puls nicht mehr hoch und fange jämmerlich an zu frieren.
Aber nach einiger Zeit habe ich mich wieder im Griff und komme lächelnd wieder auf der Hohen Sonne an.
In 13 Tagen starte ich dann beim German 100 Mile Trailrun mit einem Zeitlimit in meiner AK von 27h, da wird der Nachtlauf dann etwas länger sein.....

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